Mäuse und Ratten

Mäuse

Hausmäuse haben sich in den letzten Jahren sehr stark vermehrt. Sie sind Allesfresser, suchen sich aber von der angebotenen Nahrung immer nur das Beste heraus. Man erkennt einen Mausbefall an den Nagespuren, an den typischen, wie Reiskörner geformten schwarzen Kotbrocken, oftmals aber nur an einer Geräuschbelästigung in Decken und Zwischen- bzw. Hohlwänden.

Die Hausmaus verunreinigt durch ihren Kot und einen typisch riechenden Urin Lebensmittel. Neben einem natürlichem Ekeleffekt und dem wirtschaftlichen Schaden kann es auch zu einer gesundheitlichen Gefährdung kommen, da Mäuse Erreger von Trichinose, Paratyphus, Tularaemie und Weilscher Krankheit verbreiten können.

Oftmals treten größere Probleme mit Mäusen auf, wenn in einem Wohnhaus lebensmittel-verarbeitende Betriebe oder Gastronomie angesiedelt hat. Die Gründe dafür sind zunächst in der erhöhten Gefahr der Einschleppung durch Lebensmittellieferungen zu suchen, aber auch in der Tatsache, dass durch die Küchengerüche viel leichter Mäuse angelockt werden, die dann durch offene Fenster und Türen verstärkt ins Haus zuwandern. Ein zusätzliches Problem ist die häufig schlechte und unzureichende Müllentsorgung.

Ratten

Ratten gehörten ursprünglich nicht zur heimischen Fauna, sondern stammen aus Ost- und Mittelasien. Von dort sind sie wahrscheinlich schon im frühen Mittelalter auf Handelswegen nach Europa eingeschleppt worden.

Heute sind diese Tiere mit Ausnahme der Polargebiete über die ganze Erde verbreitet.
Die Wanderratte, um die es sich in Europa meist handelt, ist größer und kräftiger als die Hausratte und erreicht eine Länge bis 42 cm einschließlich Schwanz. Wanderratten sind Allesfresser. Ihre tägliche Nahrungsaufnahme beträgt bis zu 50 g.

Wirtschaftlicher Schaden entsteht durch ihre Fraßtätigkeit und durch die Verschmutzung der Nahrungsmittel, und durch die rege Nagetätigkeit an den verschiedenen Materialien.
Es kommt auch zu Schäden durch Unterwühlungen von Grundmauern, Uferbefestigungen von Flüssen und Teichen und Straßendämmen. Durch das Annagen elektrischer Leitungen kann es zu Kurzschlüssen kommen, beim Durchnagen von Blei- und Plastikrohren zu Wasserschäden.

Zum wirtschaftlichen Schaden kommt auch die gesundheitliche Gefährdung, da Ratten zu einem hohen Prozentsatz mit Krankheitserregern versehen sind, die zu seuchenhaften Krankheiten bei Menschen und Haustieren führen können. Außerdem können Sie Flöhe, und Milben einschleppen.

Die immer größer werdende Population ist auf verschiedene Ursachen zurück zu führen. Vor allem geben Städte und Gemeinde aufgrund leerer Kassen, immer wenig Geld für eine Bekämpfung der Nager im öffentlichen Raum,  Einrichtung und vor allem in den Kanälen aus. Die Grünplege und Reinigung (z.B. von Spielplätzen) erfolgt in längeren Abständen, so dass die Nager hier einen regelmäßig gedeckten Tisch vorfinden und sich in der Nähe ansiedeln. Ein weiterer Grund ist eine immer mehr nachlassende Disziplin der Bürger bei ihrer persönlichen Müllentsorgung (offen liegender Müll, gelbe Säcke gefüllt mit Essensresten etc.). In manchen Regionen  kann man daher schon von einer Rattenplage sprechen.

Ratten gehören zu den Hygiene-Schädlingen, die im Haus oder Garten nicht toleriert werden dürfen.

“Wenn […] Ratten sich im Garten oder am Haus aufhalten, muss der Schädlingsbekämpfer ran.”

Das empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW.

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